Narbenbehandlung

Jede Operation oder Verletzung mit über die Oberfläche hinausgehendem Gewebeschaden, sei sie scheinbar noch so unbedeutend, hinterläßt eine Narbe. Diese besteht zwar aus faserreichem, d.h. elastischem Bindegewebe. Dennoch haben Narben i.d.R. die Tendenz, sich zusammen zu ziehen bzw. zu schrumpfen, was wiederum zu einer erhöhten Gewebespannung des verletzen Gebietes und folglich auch einem mehr oder weniger ausgeprägten Bewegungsverlust führt.

Von den Einflußfaktoren Zeit und Schwere des Bewegungsverlustes hängt es schließlich ab, ob diese Mobilitätseinschränkung an einem anderen Ort eine Fehlbelastung nach sich zieht und als Folge davon einen strukturellen Schaden.

So ist es dringend erforderlich, sämtliche Narben dahingehend zu überprüfen, ob ein Einfluß im o.g. Sinne auf andere Systeme besteht. Durch bestimmte Mobilisationsgriffe kann ein eventueller Elastizitätsverlust im Bereich von Narben korrigiert oder wenigstens kompensiert werden.

 
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